Ein Selbstversuch: Warum man Facebook-Fans niemals kaufen sollte

Sie haben Geld übrig und wissen partout nicht wohin damit? Hier ein Beispiel, worin Sie ihr Geld auf keinen Fall stecken sollte. Denn schöner lässt es sich nicht beim Kauf von Facebook Fans und Twitter Followern verbrennen. Ein Gastbeitrag.

Der Selbstversuch. Kauf von 100 Facebook Fans

Ich gebe es zu. Ich habe es einmal aus purer Neugier gemacht. Anfang 2012. Für ein Projekt, kaufte ich einmal probeweise über eBay 100 Facebook Fans für ca. 6,95€. Versprochen wurden mir zu 100% echte und deutsche Facebook Fans. Nachdem Bestellvorgang sollte ich nur noch angeben, für welche Facebook Seite ich Likes haben möchte und schon würden diese Likes nach und nach auf meiner präferierten Facebook-Fanpage wachsen. Selbst das Wachstum konnte ich selbst bestimmen, in dem ich ca. 10 Likes pro Tag angab. So hatte ich innerhalb kürzester Zeit über 100 Fans mehr auf meiner Facebook Seite.

 

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Die Realität über 100 „echte“ Facebook Fans mehr

Regelmäßig pflegte ich die Facebook Fanpage mit Inhalt und verwies dabei stets mal mit lustigen und informativen Beiträgen auf die eigentliche Website, die durch ihre Facebook Page mehr Reichweite bekommen sollte. Durch die „gekauften“ Likes wollte ich nun eine entsprechende Veränderung in den Page-Visits messen. Zudem sollten auch die gelesenen Beiträge selbst normalerweise im Durchschnitt höher sein, als vor der „Like-Explosion“. Auch schaute ich mir die entsprechenden Profile an, die plötzlich Fans meiner Fanpage waren. Zu meiner Überraschung schienen diese Profile sogar alle echt zu sein. Beim zweiten Blick fiel jedoch eine Sache bei allen Facebook Fans umgehend auf. Sie waren nicht nur Fans meiner Seite, sondern auch Fans diverser anderer Facebook Fanseiten.

Nun ja, bei solchen „Fans“ kann die eigene Botschaft wohl untergehen, wenn noch zahlreiche andere Mitbewerber um die Gunst von gekauften Fans buhlen. So versprach ich mir von der Reichweite nicht mehr viel. Darin fühlte ich mich nach Wochen auch bestätigt. Keine spürbaren Page-Visits mehr. Ein „Gefällt-mir“ von meinen Beiträgen kam nur von echten Fans, die sich auch schon vorher für meine Website interessierten und dies auch heute noch tun.

 

Fazit: Es lohnt sich einfach nicht!

Der oberen Headline ist eigentlich gar nichts mehr hinzuzufügen. Es lohnt sich einfach nicht – das einzige was man davon hat wäre eine höhere Anzahl von Likes, die praktisch jedoch nichts wert sind. Schöner kann man sein Geld nicht verbrennen. Die damals gekauften Fans sind mittlerweile von dannen gezogen. Versprochen wurden Sie auch nur für ein Jahr und wenn man ehrlich ist, ist es mir so lieber.

Unternehmen sollten ohnehin die Finger von diesem Selbstversuch lassen. Es wäre ein Imageschaden, der nur schwer korrigiert werden kann und alle bisherigen Marketingbemühungen umgehend zu Nichte macht.

Ein Gastbeitrag und wahre Worte.

laith

laith

Laith ist Autor bei Augenschnapper, Inhaber der Webagentur qlixx.net und hauptberuflicher Mediendesigner.

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2 Responses

  1. Zerro sagt:

    Wer nichts bezahlen will, wird auch nichts bekommen. Gibt bestimmt andere Anwendungsbereiche bei denen man da besser aufgehoben wäre.
    Sich von verstreuten Fans einen Mehrwert zu versprechen ist im Grundsatz der falsche Ansatz.

  2. laith laith sagt:

    Hallo Zerro, du hast da vollkommen Recht. Echte Fangewinnung mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe, sollte und muss in jedem Fall anders angegangen werden. Und dafür muss man natürlich mehr investieren. Auf Masse zu setzen ist in diesem Fall der völlig falsche Weg.

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