Alternatives CMS statt Joomla CCK – Drupal als flexible Lösung!

Individuelle Websites mit Joomla? Das geht, wenn immer die passenden Komponenten und Module verfügbar sind. Wird es jedoch speziell, kann man sich mit einem Joomla CCK wie Seblod oder K2 rumschlagen oder gleich was Neues ausprobieren. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Wenn Design und Konzept schon fertig sind und die Website nur noch mittels CMS umgesetzt werden soll, dann stößt man unter Umständen mit Joomla an seine Grenzen. Vieles lässt sich mit teils kommerziellen Komponenten und Modulen vielleicht noch realisieren, aber wenn es wirklich speziell sein soll, dann hilft auch Joomla nicht wirklich weiter. In diesem Fall war auch WordPress keine Alternative für mich, denn das was ich wollte, war ein schlichtes und wirklich einfaches CCK (Content Construction Kit) – bestenfalls im CMS integriert.

 

Das Problem: Individuelle Formulare / Eingaben für individuelle Seiten

Ich hatte bei der Umsetzung für einen Kunden folgendes Problem. Ich wollte, dass der Kunde selbst neue Seiten bzw. neue Inhalte in Joomla erstellen kann. Diese Inhalte sollte er aber nicht über eine einfache neue Seite erstellen, sondern mittels eigenem Formular. Das Formular wird von mir definiert, so dass der Kunde direkt weiß, was er wo eintragen muss. In diesem Fall ging es um eine Immobilienseite. Hier sollte vom Website-Inhaber, jederzeit eine neue Immobilie eingetragen werden können. Ihr werdet sicherlich sagen, dass es dafür doch sicherlich eine Komponente gibt. Hier habt ihr auch recht, jedoch wollte ich eine saubere und von versteckten Backlinks befreite Lösung mit eigenen selbstdefinierten Formularfeldern.

 

Die Teil-Lösung: CCK für Joomla

Genau für oben genanntes Problem gibt es eine Lösung für Joomla. Und zwar ein Content Construction Kit. Hier hat man kurz gesagt einen sogenannten Formular-Baukasten für eigene Inhalte. Das klingt ja zu schön um wahr zu sein und wäre die Lösung, wenn da nicht ein großes „Aber“ stünde.

Das Aber war folgendes: Egal welche CCK Komponente ich für Joomla probierte (FlexiContent, Seblod, Cobalt, K2), sie bläht das System und die Datenbank nur unnötig weit auf. Wirklich nicht schön. Aber bevor man kapituliert, sollte man sich dennoch damit befassen. Ich entschied mich nach der Installation der oben genannten CCKs und einer kurzen Antestphase für Seblod. Auch weil es von Whykiki Screendesign ein ziemlich nettes und umfangreiches Einsteigertutorial auf Youtube gibt. Ihr könnt es ja selbst mal testen.

Nach diversen Stunden mit Youtube, Seblod und Joomla entschied ich mich am Ende dann doch für die Notbremse. Denn Seblod ist nicht nur komplex und tricky, sondern auch teils etwas fehlerhaft und unverständlich im Aufbau. Auch das Theming war etwas starr und hätte dann doch arg viel Zeit in Anspruch genommen. Eine andere Lösung musste her. Weg von Joomla.

 

Neuer Ansatz und die Lösung: Drupal

Drupal als Alternative für ein Joomla CCK

Drupal als Alternative für ein Joomla CCK

Früher, also im Jahre 2007/2008 hatte ich mich mal spaßeshalber mit Drupal beschäftigt. Denn früher war es ein CMS, welches eher für den Aufbau einer Community gedacht war. Dieser Ansatz ist auf Wunsch zwar immer noch vorhanden, jedoch war es etwas anderes, was mich zu Drupal führte.

Drupal ist unglaublich schlank und seit der Version 7 ist sogar ein CCK integriert. Neue Inhalte kann man wie üblich mittels der vordefinierten Formulare „Neue Seite“ und „Neuer Artikel“ erstellen. Man kann jedoch auch eigene Formulare, sogenannte Inhaltstypen (Content Types) erstellen. Und das von Haus aus – es bedarf keine weitere Installation von Komponenten. Empfohlen wird von mir jedoch noch die Komponente „Views“. Somit lässt sich der neue Inhaltstyp „Immobilie“ spielend leicht in einer dynamischen und nach Datum sortierten Liste anzeigen. Kurz: Bei Drupal ist das CCK quasi schon drin! Ausgezeichnet! Und für mich die Lösung des Problems.

 

Neues Problem: Joomla Template in Drupal Theme umbauen

Ich hatte dann natürlich das Problem, dass ich ein bereits fertiges Joomla Template für den Kunden umbauen musste. Jedoch kam mir zu Gute, dass der Aufbau eines Drupal Themes ähnlich wie bei Joomla funktioniert. Ansonsten muss man sich natürlich auch mit HTML und CSS befassen. In meinem Fall hatte ich das Theme auch mit einem Grid-System von Bootstrap kombiniert. Aber: Wer sich einmal mit dem Theming von Drupal beschäftigt hat, der wird feststellen, dass dies sogar flexibler ist, als wenn man für Joomla Templates erstellt. Bevor ich jedoch hier zu sehr ins Detail gehe, empfehle ich von Thomas Bredenfeld das Drupal 7 Theming Tutorial (hier benötigt ihr einen Video2brain Account – falls ihr noch studiert, könntet ihr diesen evtl. kostenlos nutzen: Edu-Login ). Hier wird alles Schritt für Schritt ordentlich erklärt und ihr werdet schnell zum Drupal Profi.

Alternativ habe ich euch diesen Link herausgesucht: Eigenes Drupal Theme erstellen

 

Fazit: Wenn CCK, dann vielleicht nicht Joomla

Wer von Beginn an weiß, dass er ein CCK benötigt um im Webprojekt alle Ziele abzudecken, der sollte sich vielleicht nicht mit Joomla beschäftigen. Drupal ist hier eine wirklich schlanke und gelungene Alternative.

 

 

 

 

laith

laith

Laith ist Autor bei Augenschnapper, Inhaber der Webagentur qlixx.net und hauptberuflicher Mediendesigner.

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